Pinke Schokolade, wie geht das?

Der Schweizer Schokoladenproduzent Barry Callebaut hat eine völlig neue Schokoladensorte auf den Markt gebracht. Keine Besonderheit denken Sie? Bei dieser Sorte wirft man jedoch einen zweiten Blick drauf, denn die neue Schokosorte hat so gar nichts mit den altbekannten Vollmilch- oder Bitterschokoladen zu tun. Barry Callebaut hat eine pinke Schokoladensorte auf den Markt gebracht. Ja, richtig gelesen! Der vierte Schokoladentyp besticht durch einen völlig neuen Geschmack, der weder süß, noch bitter oder milchig schmeckt, sondern vielmehr ein Beerenaroma aufweist. Doch es werden keinerlei Farbstoffe oder Beerenaromen hinzugefügt. Wie kann das sein?

Barry Callebaut produziert die Beerenschokolade

Der Schweizer Hersteller nutzt für seine Produktion die Ruby-Kakaobohnen. Mittels eines einzigartigen Verfahrens erschließt Barry Callebaut die natürliche, in der Ruby-Bohne vorhandene Geschmacksnote mit dem dazugehörigen Farbton. Es werden keine Beeren und kein Beerenaroma hinzugefügt, ebenso wenig wie Farb(stoff)e.

Die Ruby-Bohne ist das Geheimnis

Die Ruby-Bohne ist einzigartig, weil frische Beerenfruchtigkeit und Farbstoffvorläufer natürlich vorhanden sind. Die Beschaffung der Kakaobohnen erfolgt in verschiedenen Regionen der Welt. Die Bohne weist eine Reihe von Attributen auf, die Barry Callebaut mittels eines innovativen Verfahrens, dessen Entwicklung viele Jahre dauerte, erschließen konnte.

Nestlé produziert bereits das erste pinke KitKat – allerdings nur für den asiatischen Markt

Callebaut stellte seine Innovation nun im September 2017 in Shanghai (China) vor und traf dort auf den Nerv der Zeit. Als einer der ersten Abnehmer hat die Nestlé-Gruppe zugeschlagen und das erste pinke KitKat® auf den Markt gebracht. Vorerst jedoch nur im asiatischen Raum (China und Südkorea). Ob eine Markteinführung des pinken „Beeren“-KitKats auch in Europa geplant ist, konnte bisher noch nicht in Erfahrung gebracht werden. Dass sich hingegen die Ruby-Schokolade durchsetzen wird, daran besteht kein Zweifel. Mehrere Süßwarenhersteller haben bereits ihr Interesse bekundet und die Verhandlungen mit Barry Callebaut aufgenommen.

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