Antioxidationsmittel – warum sind sie in Lebensmitteln?

Sauerstoff ist für die meisten Lebewesen ein lebenswichtiger Stoff. Unter bestimmten Umständen kann Sauerstoff aber auch schädliche Wirkungen entfalten. Instabile sauerstoffhaltige Moleküle, in der Struktur dieser Moleküle fehlt ein Elektron, attackieren andere Moleküle um ihnen ein Elektron zu entreißen und sich zu vervollständigen. Diese instabilen Moleküle bezeichnet man als freie Radikale und den Vorgang nennt man Oxidation.

Freie Radikale attackieren Zellen und Gewebe!

Oxidation bewirkt innerhalb des Körpers beispielsweise Schäden an Zellen, deaktiviert Enzyme oder schädigt sogar die DNA. Sichtbar wird Oxidation aber auch in viel einfacherer Weise. Der angeschnittene Apfel, der braun wird oder die geschälte Kartoffel, die grau wird sind tägliche Beispiele für Oxidation. Lebensmittel, Kosmetika aber auch Medikamente verlieren durch Oxidation ihre Farbe, verändern Ihren Geschmack oder den Geruch.

Müssen Antioxidationsmittel in Lebensmitteln sein?

Um das braun werden des angeschnittenen Apfels in der Küche zu verhindern, kann man ihn mit Zitronensaft beträufeln. Das im Saft vorhandene Vitamin C ist ein natürliches Antioxidationsmittel.

Industriell hergestellte Lebensmittel und natürlich auch Süßigkeiten unterliegen ebenfalls diesem natürlichen Prozess. Ihnen werden daher, um der Oxidation entgegenzuwirken und sie haltbar zu machen, Antioxidationsmittel beigemischt. Dabei werden natürliche Antioxidantien, wie Vitamin C oder Vitamin E eingesetzt. Es kommen aber auch synthetische Antioxidationsmittel zum Einsatz.

Bei vielen beliebten Produkten, wie Backwaren, Kaugummi, Eis, Marzipan oder Chips findet sich in der Zutatenliste der Hinweis auf Antioxidationsmittel. Natürliche Antoxidantien unterliegen keiner Zulassungsbeschränkung, synthetische sind nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen. In jedem Fall aber muss in den Zutatenlisten ein Hinweis auf die Verwendung von Antioxidationsmitteln zur Haltbarmachung zu finden sein. Der Zusatzstoff muss mit seinem Namen  oder der E-Nummer aufgeführt werden. Besonders häufig finden sich in Lebensmitteln Antioxidationsmittel, wie

E 300 Ascorninsäure

E 301  Natriumascorbat

E 302 Kalziumascorbat

E 306  E 309 Tocopherole

E 320  Butyhydroxysaniol (BHA)

E 321 Butylhydroxytoluol (BHT)

 

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