Cerealien – was ist das denn?

Der Begriff Cerealien findet sich heute auf vielen Lebensmitteln. Frühstücksprodukte, Riegel und Snacks werben mit diesem Begriff, der in der heute gebräuchlichen Form eigentlich eine Erfindung der Werbewirtschaft ist. Er leitet sich wohl ab von der römischen Göttin des Ackerbaus Ceres (griechisch Demeter) Diese wurde oft dargestellt mit einem Ährenbündel. Zu ihren Ehren feierte man in Rom jährliche Feste, die Cerealien.

Darüber hinaus bezeichnet man Getreide als Cerealie.

Unter Getreide versteht man landwirtschaftlich kultivierte, einjährige Pflanzenarten, die zu der Familie der Gräser gehören. Aus diesen wurden unsere heutigen Kulturpflanzen gezüchtet. Sie tragen einsamige Früchte (Körner)

Weltweit gehören sie zu den wichtigsten menschlichen Nahrungsmitteln und bereits im 9. Jahrhundert vor Christus wurde von den Menschen Weizen angebaut. Zu den ältesten Weizenformen gehören Dinkel und Einkorn, das bei Grabungen in römischen Siedlungen  auch in Deutschland (Xanten) gefunden wurde.

Zu den heute bekannten Getreidearten gehören Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Hirse, Mais und auch Reis. Der oft ebenfalls genannte Buchweizen wird zwar verarbeitet wie Getreide und die Produkte ähneln denen aus echten Getreidesorten( Buchweizenpfannkuchen), botanisch  ist er aber kein Gras, sondern ein Knöterichgewächs.

Der Begriff Cerealien ist also letztlich ein vereinfachender, werblich eingängiger Sammelbegriff für Getreide und Getreideprodukte.

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