Süße Kindheitserinnerungen – 2. Teil

Wie versprochen, geht’s weiter mit den süßen Kindheitserinnerungen. Diesmal habe ich einen guten Freund befragt, der noch einige Jahre älter ist als ich, Jahrgang 1945. Er ist Journalist und Mediziner, lebt heute bei Hannover und konnte sich noch gut an seine Kindheit  in der Nachkriegszeit erinnern. Er erzählte mir folgendes:

„…Ich habe nach Kriegsende mit meinen Eltern in Essen gewohnt. Die Zeit war geprägt von der Zerstörung durch die Bombenangriffe und den Hunger. Mein Vater arbeitete im Essener Stadthafen, wo Schiffe mit den unterschiedlichsten Gütern entladen wurden. Dabei wurden immer mal wieder Pakete beschädigt, oder waren aufgeplatzt. Der Inhalt solcher Lieferungen wurde dann manchmal an die Mitarbeitern verteilt.

Das war für die Familie ein großes Glück, denn so brachte er immer mal so wichtige Lebensmittel, wie Zucker oder Mehl von seiner Arbeit mit. Ich kann mich noch daran erinnern, dass er einmal sogar Schokolade mitbrachte, vermutlich amerikanische. Ich glaube sie hieß Ghiradelli-Schokolade. Das war für uns Kinder ein richtiges Fest.

In den 50er Jahren gab es dann einen kleinen Laden, Kolonialwarenladen nannte sich das damals, bei uns um die Ecke. . Es gab dort nicht nur Brötchen ( damals 1 Pfennig pro Stück) sondern  auch lose Lakritzstangen und später Lakritzschnecken. Ich glaube, das war damals schon Haribo-Lakritz.

( Anmerkung d. Redaktion: Die Erinnerung täuscht hier wohl nicht, denn die rheinische Firma Haribo produzierte Lakritz schon seit 1925. Lakritzstangen und Schnecken gehörten zu den ersten und erfolgreichsten Produkten)

In den Apotheken bekam man auch noch leckere Eukalyptus- Bonbons, die aber eher bei Halsschmerzen und Heiserkeit gelutscht wurden. Das sind die Leckereien, an die ich mich aus Kindertagen erinnere. Heute dagegen ist das Angebot ja unglaublich groß und vielfältig.“

Woran erinnern Sie sich? Schreiben Sie uns doch mal!

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