Vanille – geheimnisvolle Gewürzpflanze

Kuchen, Pudding, Schokolade, Pralinen, Kakaogetränke.. Immer, wenn es um besonders beliebte Leckereien geht, ist ein Gewürzaroma mit dabei, die Vanille. In den besonders hochwertigen ist sogar die echte Bourbon-Vanille verarbeitet. Wer gern in der heimischen Küche, besonders in der vorweihnachtlichen Bäckerei, Kuchen und Kekse zaubert, hat die aromatische Schote und ihren Inhalt sicher auch schon selbst verarbeitet.

Woher kommt das geheimnisvolle Gewürz und wie wird es angebaut?

Die echte Vanille ist eine Orchideenpflanze, eine Kletterorchidee, deren Schoten und Inhalt zu dem beliebten Gewürz verarbeitet werden. Ursprünglich ist die Pflanze in Mexiko und Mittelamerika beheimatet, Von bestimmten, nur dort lebenden Bienen und Kolibriarten konnten die Blüten der Pflanze bestäubt werden.

Da diese speziellen Tierarten nur in diesem Verbreitungsgebiet vorkommen, war ein Anbau der Vanille-Pflanze bis zur Entwicklung künstlicher Bestäubungsmethoden auch nur dort möglich. Schon in den alten Hochkulturen dieser Region war die Vanille bekannt. Sie war zum Beispiel den Azteken so wertvoll, dass die von den Azteken unterworfenen Totonaken einen Teil Ihrer Tributzahlungen in Form von Vanille-Schoten leisten mussten (Wikipedia). Vanille in Verbindung mit Kakao war schon für die aztekischen Herrscher eine besondere Köstlichkeit.

Die spanischen Konquistadoren brachten die Vanille in ihre Heimat. Allerdings hüteten die Spanier ihr Monopol, solange es möglich war. Erst nach Mexikos Unabhängigkeit verbreiteten sich die Stecklinge in aller Welt. Erst nach Entdeckung der künstlichen Bestäubung, konnten die Pflanzen in ihren neuen Anbaugebieten auch gewerblich genutzt werden.

Wie wird aus den Vanille-Schoten das beliebte Gewürz?

Die Vanille-Schote, botanisch eigentlich eine Frucht-Kapsel, wird noch unreif geerntet, mit heißem Wasser oder Dampf behandelt und fermentiert. Die Schoten werden braun und schrumpfen, in der Kapsel wird das Vanillin gebildet. Dieser Prozess ist arbeits- und zeitaufwendig, weshalb die echte Bourbon-Vanille bis heute auch wertvoll und teuer ist. Auch wenn sie in vielen Produkten des täglichen Lebens heute durch das künstlich hergestellte Vanillearoma ersetzt wird: gerade in hochwertigen Spezialitäten ist die echte Bourbon-Vanille unersetzlich.

Wofür verwendet man Vanille heute noch?

Die Azteken aromatisierten mit Vanille bereits ihre Kakaoprodukte. Gerade in hochwertiger Schokolade findet man echte Vanille auch heute noch. Manche Pudding- und Gebäcksorten wären ohne sie nicht denkbar. (Vanille-Eis, Vanille-Kipferl)

Nicht zuletzt hat die echte Vanille auch eine positive Wirkung auf Psyche und Gesundheit. Der Duft der Vanille ist stimmungsaufhellend, und wirkt gegen Stress und seelische Anspannung.

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