Zusatzstoffe – was verbirgt sich dahinter

Das Thema „Zusatzstoffe“ ist ein vielschichtiges und schwieriges, weshalb wir vielleicht zunächst mit einem Zitat aus:

W. Baltes, Lebensmittelchemie, Springer Verlag 1962, S. 162,beginnen:

…Zusatzstoffe werden also benötigt, um Struktur, Farbe, Geschmack, chemische und mikrobiologische Haltbarkeit verarbeiteter Lebensmittel, also ihren Gebrauch und Nährwert, zu regulieren beziehungsweise zu stabilisieren sowie die störungsfreie Produktion der Lebensmittel sicherzustellen. Dies können synthetische Stoffe sein, teils sind es auch natürliche Stoffe, die aus einem Lebensmittel isoliert und  einem anderen Lebensmittel zugesetzt werden…….

Klingt kompliziert und ist es auch.

In Deutschland erfolgt die lebensmittelrechtliche Zulassung derzeit auf der Basis einer EU Richtlinie. Danach ist

-jeder Stoff ein Zusatzstoff, der einem Lebensmittel zu technologischen Zwecken zugesetzt   wird

-jeder Zusatzstoff zunächst einmal verboten, wenn er nicht ausdrücklich erlaubt ist

Ausgenommen von dieser Regelung sind  „übliche“ Inhaltsstoffe, wie Gelatine, Eiweiß oder z.B. Stärke. Grundsätzlich wird eine Erlaubnis nur erteilt,

-wenn von dem jeweiligen Stoff kein Gesundheitsrisiko ausgeht

-wenn der Zusatz technologisch notwendig ist

-wenn der Verbraucher nicht über die Eigenschaften des behandelten Lebensmittels getäuscht wird.

Für die zugesetzten Stoffe besteht Kennzeichnungspflicht. Die Kennzeichnung erfolgt durch das allgemein bekannte E-Nummern System.

Mit E-Nummern sind gekennzeichnet:

Farbstoffe (E100-E160)

Pigmente (E170-E180)

Konservierungsstoffe,

Synergisten und Antioxidantien,

Verdickungsmittel und Stabilisatoren

Zuckeraustauschstoffe,

Emulgatoren,

anorganische Säuren und Salze,

Füllmittel und Trennmittel,

Geschmacksverstärker, Überzugsmittel,

Sonstiges,

Wir möchten in den folgenden Wochen einige dieser Zusatzstoffe erklären und beschreiben, was sich hinter den E-Nummern verbirgt

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