Zwieback, Cracker, Cantuccini – eine knusprige Familie

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Essen Sie gern Cracker? Die kleinen knusprigen Dinger, die es in rund oder in eckig gibt, sind meist leicht gesalzen und schmecken pur oder mit verschiedenen Käsevarianten, Lachs, Quark oder sonst einem leckeren Belag richtig köstlich.

Oder naschen Sie lieber süße Cantuccini? Das knusprige italienische Hartgebäck, taucht man stilecht in Vino Santo, einen traditionellen Süßwein. Auch zu Espresso oder Cappuccino schmecken Cantuccini wunderbar.

Diese beiden unterschiedlichen Knabbereien haben etwas gemeinsam und sind dazu auch noch mit dem Zwieback verwandt. Den kennen wir meist aus Kindertagen, wenn wir uns mal wieder den Magen verdorben hatten. Dann gab es nämlich Tee und Zwieback zum Gesundwerden. Trotzdem kann Zwieback auch in gesunden Zeiten durchaus lecker sein. Vor allem mit dem entsprechenden Belag.

Wo ist aber nun der gemeinsame Nenner dieser drei Backwaren? Der liegt in der Herstellung. (Zwie)back, das kann man schon am Namen erkennen, wird zweimal gebacken, um ihn lange haltbar zu machen und ihm möglichst viel Wasser zu entziehen. Zwiebackähnliche Backwaren haben bereits eine lange Geschichte, denn schon Griechen und Römer kannten solche brotartigen Lebensmittel. Das „panis militaris“ diente beispielsweise als Armeeverpflegung der römischen Legionen, während die ein Weltreich eroberten und auch in modernen Armeen gehören Hartkekse zur Ausrüstung.

Ab dem 17. Jahrhundert führten Schiffe den Schiffszwieback als haltbare Verpflegung für die Besatzungen mit sich. So eroberte dann der Zwieback ganz friedlich den Erdball.

Natürlich waren all diese  Backwaren noch kein besonderer Genuss. Aber, weiterentwickelt zum Cracker oder zu süßen Cantuccini und verfeinert mit feinen Gewürzen oder einer leckeren Auflage, eignete sich das Ergebnis des zweimaligen Backverfahrens auch für gehobene Ansprüche. Knuspern Sie sich doch mal durch die Familie der zweimal gebackenen Spezialitäten.

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